Trends &
neue Technologien
Zukunftszenarien und neue Technologien
Digitale Gesundheitsanwendungen bringen neue Angebote direkt in die Versorgung. Gleichzeitig verändern Technologien wie KI und Blockchain, wie Gesundheitsdaten verarbeitet, geprüft und ausgetauscht werden. Beides eröffnet neue Möglichkeiten – wirft aber auch Fragen zu Nutzen, Transparenz und Verantwortung auf.
Im Fokus stehen deshalb zwei Ebenen: digitale Anwendungen, die Patientinnen, Patienten und Fachpersonen konkret nutzen, und Technologien, die im Hintergrund neue Funktionen und Strukturen ermöglichen. Gemeinsam stellt sich die Frage: Wie schaffen wir Vertrauen in einer zunehmend digitalen Gesundheitswelt?
3 Zukunftsszenarien
Kann ich vertrauen, was KI erstellt?
Annahme: KI-generierte Inhalte, Diagnosen und Empfehlungen lassen sich immer schwieriger von menschlich erstellten unterscheiden. Entscheidend wird, woher Informationen stammen und ob KI beteiligt war.
Möglicher Trigger: Ein grosser, öffentlich bekannter Fall mit Deepfakes, manipulierten Gesundheitsinformationen oder einer folgenreichen KI-Fehlentscheidung könnte das Thema schweizweit stark ins Bewusstsein rücken.
Mögliche Lösung: Nachweis von Herkunft und Echtheit: sichtbar machen, wer etwas erstellt hat, welche Daten verwendet wurden, ob KI beteiligt war und ob Inhalte verändert wurden.
Wer trägt die Verantwortung, wenn KI handelt?
Annahme: KI-Agenten werden zunehmend selbstständig kommunizieren, analysieren, buchen oder Entscheidungen vorbereiten. Wichtig wird, wer die KI beauftragt hat und wofür sie handeln durfte.
Möglicher Trigger: Ein national beachteter Fall, bei dem ein autonomes KI-System grossen finanziellen, gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Schaden verursacht und die Verantwortung unklar bleibt, könnte die Debatte stark beschleunigen.
Mögliche Lösung: Klare digitale Identitäten, Berechtigungen und Audit Trails: nachvollziehbar machen, wer eine KI autorisiert hat, welche Rechte sie hatte und was sie tatsächlich getan hat.
Wer kontrolliert meine Gesundheitsdaten?
Annahme: Menschen wollen stärker wissen, wer ihre Gesundheitsdaten nutzt, wofür und wer davon profitiert. Einwilligung und Transparenz werden wichtiger.
Möglicher Trigger: Ein grossflächiger Cyberangriff oder Datenleck im Schweizer Gesundheitswesen, bei dem Daten von sehr vielen Personen betroffen sind, könnte das Vertrauen und die Sensibilität in der ganzen Bevölkerung deutlich verändern.
Mögliche Lösung: Ein gemeinsamer Trust Layer für Identität, Einwilligung, Zugriff und Nachvollziehbarkeit – damit ersichtlich ist, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat und warum.