Schweizer
Gesundheitspolitik
Was in Bern diskutiert wird, landet früher oder später in der Praxis.
Neue Gesetze, digitale Dossiers, Gesundheitsdaten, KI und die Frage, wer das alles bezahlen soll: In der Schweizer Gesundheitspolitik bewegt sich einiges. Zwischen Vernehmlassungen, Parlamentsdebatten und Abkürzungen geht leicht verloren, worum es eigentlich geht.
Footbloc übersetzt politische Entwicklungen in verständliche Sprache und zeigt, was sie für die Gesundheitsversorgung bedeuten. Damit du mitreden kannst, ohne vorher 80 Seiten Botschaft zu lesen.
1. DigiSanté
DigiSanté ist das Programm des Bundes für die digitale Transformation des Gesundheitswesens. Es soll dafür sorgen, dass Daten besser ausgetauscht werden können, gemeinsame Standards entstehen und digitale Projekte aufeinander abgestimmt sind. Für Leistungserbringer ist entscheidend, ob daraus Lösungen entstehen, die im Alltag tatsächlich Arbeit erleichtern.
2. Elektronisches Gesundheitsdossier (E-GD)
Das E-GD soll das heutige elektronische Patientendossier ablösen. Behandlungsrelevante Informationen sollen künftig leichter verfügbar sein. Geplant ist auch, dass sich mehr Leistungserbringer anschliessen müssen. Der Nationalrat hat der Vorlage zugestimmt; als Nächstes berät der Ständerat darüber.
3. Gesundheitsdatenraum Schweiz (SwissHDS)
SwissHDS soll die gemeinsame Grundlage für den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten schaffen. Dazu gehören Standards, Schnittstellen und digitale Basisdienste. Für Praxen, Spitäler und andere Organisationen stellt sich vor allem eine praktische Frage: Können ihre bestehenden Systeme künftig miteinander kommunizieren, ohne dass Informationen mehrfach erfasst werden müssen?
Diese drei Vorhaben sind für Leistungserbringer und Organisationen gerade besonders interessant: