Zahlen und politischer Prozess
Das heutige EPD ist in der Bevölkerung noch wenig verbreitet: Ende September 2025 waren rund 123’600 EPD eröffnet, das entsprach etwa 1,37 % der Wohnbevölkerung. Auch bei den Leistungserbringern ist die Nutzung unterschiedlich: Im Swiss eHealth Barometer 2026 gaben 18 % der befragten Praxisärztinnen und -ärzte an, dass ihre Institution an das EPD angeschlossen ist.
Das neue Bundesgesetz über das elektronische Gesundheitsdossier (EGDG) befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren. Der Nationalrat hat die Vorlage am 14. September 2026 mit 134 zu 53 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen; als Nächstes befasst sich der Ständerat damit. Nach Abschluss der parlamentarischen Beratung untersteht das Gesetz dem fakultativen Referendum. Kommt ein Referendum zustande, entscheidet die Stimmbevölkerung über das Gesetz; andernfalls kann es nach Ablauf der Referendumsfrist und den weiteren Vorbereitungsarbeiten in Kraft treten. Das BAG rechnet bei planmässigem Verlauf derzeit mit einer Inbetriebnahme des neuen Systems frühestens 2030.