Workshop
SwissHDS

Sneak Peek von der IPAG eHealth Arbeitsgruppe

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Leistungserbringerverbände kamen zusammen, um ein gemeinsames Verständnis des Swiss Health Data Space (SwissHDS) zu entwickeln und Positionen für die weitere Ausgestaltung zu erarbeiten.

Wie erklärt man einen nationalen Gesundheitsdatenraum in wenigen Minuten?

Dafür wurde die Analogie "SwissHDS = Bahnnetz für das Gesundheitswesen" entwickelt.

Anstatt über Schnittstellen, FHIR oder Datenarchitekturen zu sprechen, beginnt der Workshop mit einer einfachen Frage:

Wie würde das Schweizer Bahnnetz funktionieren, wenn jeder Kanton eigene Gleise, Signale und Bahnhöfe hätte?

Schnell wird klar:

  • Gemeinsame Standards verbinden alle Beteiligten.

  • Bahnhöfe entsprechen Spitälern, Arztpraxen oder Apotheken.

  • Züge stehen für den sicheren Datenaustausch.

  • Das Bahnnetz bildet die gemeinsame Infrastruktur.

Innerhalb weniger Minuten entsteht ein gemeinsames Verständnis dafür, weshalb Interoperabilität die Grundlage einer funktionierenden digitalen Gesundheitsversorgung ist.

Zukunftsszenario

Die Teilnehmenden wechseln anschliessend von der Theorie in die Praxis.

Szenario 2029

Immer mehr Schweizer Spitäler setzen auf das Informationssystem EPIC. Der Datenaustausch funktioniert innerhalb dieses Ökosystems hervorragend. Dadurch stellt sich eine politische Frage:

Braucht die Schweiz überhaupt noch einen eigenen Swiss Health Data Space (SwissHDS)?

Jede Gruppe übernimmt die Rolle eines Akteurs – beispielsweise Bund, Kantone, Leistungserbringer, Versicherer oder Patientinnen und Patienten – und entwickelt innerhalb von 15 Minuten eine gemeinsame Position.

Das Ergebnis

Statt einer klassischen Präsentation entstehen Diskussionen mit unterschiedlichen Perspektiven. Die Teilnehmenden erleben, wie technologische Entwicklungen, politische Interessen und praktische Herausforderungen zusammenwirken und entwickeln gemeinsam fundierte Lösungsansätze.