Schweizer
e-ID

Schweizer e-ID

Wer bist du eigentlich im Internet?

Im Alltag weisen wir unsere Identität mit einer ID oder einem Pass nach. Im digitalen Raum ist das bisher komplizierter. Die Schweizer e-ID soll das ändern.

Die e-ID ist ein staatlicher, digitaler Identitätsnachweis, mit dem sich Personen online und vor Ort sicher ausweisen können. Sie ist freiwillig, kostenlos und ergänzt die physische Identitätskarte.

Wie funktioniert die e-ID?

Die e-ID wird vom Bund ausgestellt und in der App swiyu Wallet auf dem Smartphone verwaltet. Damit lassen sich beispielsweise Identitäten bestätigen, Bankkonten eröffnen oder Altersnachweise erbringen.

Besonders wichtig sind drei Grundprinzipien:

  • Selbstbestimmung: Nutzerinnen und Nutzer entscheiden, welche Daten sie weitergeben.

  • Datensparsamkeit: Wer nachweisen muss, dass er über 18 Jahre alt ist, soll nicht sein vollständiges Geburtsdatum offenlegen müssen.

  • Dezentrale Architektur: Digitale Nachweise werden auf dem Smartphone verwaltet. Die technische Infrastruktur basiert auf offenen Standards und Open Source.

Der Bund stellt zudem eine Vertrauensinfrastruktur bereit, über die auch andere Organisationen digitale Nachweise wie Diplome oder Berufsausweise ausstellen und überprüfen können.

Warum ist das wichtig?

Mit KI, Deepfakes und zunehmendem Identitätsmissbrauch wird es immer schwieriger, digitale Identitäten und Informationen zuverlässig zu überprüfen.

Die e-ID schafft eine Grundlage, um Identitäten und digitale Nachweise überprüfbar zu machen, ohne unnötig persönliche Daten preiszugeben.

Sie ist damit ein wichtiger Baustein für digitale Souveränität, Datenschutz und Vertrauen im digitalen Raum.

Die Einführung der produktiven e-ID befindet sich im Oktober 2026 noch in Vorbereitung. Die Technologie lässt sich bereits in einer Testumgebung ausprobieren.