E-GD vs.
SwissHDS

Das Wichtigste in Kürze

Mit E-GD und SwissHDS verändert sich in den nächsten Jahren grundlegend, wie Gesundheitsdaten in der Schweiz gespeichert, ausgetauscht und genutzt werden sollen.

Das E-GD betrifft die Gesundheitsinformationen einzelner Patientinnen und Patienten, der SwissHDS schafft die Infrastruktur für den Datenaustausch zwischen Organisationen und Systemen.

EGD und SwissHDS

Die beiden Projekte kurz vorgestellt


E-GD:
das persönliche digitale Gesundheitsdossier

Das elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) soll das heutige EPD ersetzen. Vereinfacht gesagt ist es wie eine persönliche «Dropbox» für Gesundheitsinformationen.

Darin sollen wichtige Informationen einer Patientin oder eines Patienten langfristig verfügbar sein: eispiel Berichte, Medikationsinformationen oder andere behandlungsrelevante Daten.

Der Fokus liegt damit auf der einzelnen Person und ihrer Versorgung (B2C). Das E-GD wird in den SwissHDS eingebettet werden.

SwissHDS: die Infrastruktur für den Austausch von Gesundheitsdaten

Der Swiss Health Data Space (SwissHDS) ist umfassender. Er soll Gesundheitsorganisationen und ihre IT-Systeme miteinander verbinden und einen sicheren, standardisierten Austausch von Gesundheitsdaten ermöglichen.

Die Daten werden dabei nicht einfach in einer einzigen grossen Datenbank gesammelt. Sie bleiben grundsätzlich bei den verantwortlichen Organisationen und können über gemeinsame Regeln, Standards und Basisdienste ausgetauscht und genutzt werden.

Der Fokus liegt damit stärker auf dem Datenaustausch zwischen Organisationen und Systemen (B2B).

Die beiden Projekte gegenübergestellt

E-GD

B2C gerichtet

Dossier einer Person

Fokus Behandlung

Wird in SwissHDS integriert

Gesetz: Ende 2029

Regelbetrieb: 2031

SwissHDS

B2B gerichtet

Nationale Dateninfrastruktur

Austausch und Nutzung von Daten

Bildet übergeordnete Infrastruktur

Gesetz: Anfangs 2031

Regelbetrieb: 2031-2032

Das E-GD und der SwissHDS ergänzen sich

Vereinfacht kann man es sich so vorstellen: Der SwissHDS ist das Strassennetz, das E-GD ein wichtiger Zielort innerhalb dieses Netzes.

Der SwissHDS schafft die gemeinsame Infrastruktur für den sicheren und standardisierten Austausch von Gesundheitsdaten. Das E-GD baut auf denselben Standards und Schnittstellen auf und nutzt diese Infrastruktur, um behandlungsrelevante Informationen einer Person langfristig verfügbar zu machen. Beide Vorhaben werden deshalb parallel entwickelt und aufeinander abgestimmt. Das BAG bezeichnet das E-GD als integralen Bestandteil des SwissHDS.