Vom Bank CEO zum Blockchain Investor: Philipp Rickenbacher setzt auf echte Unternehmen
Ein aktueller Artikel von finews.ch zeigt: Ex-Julius-Bär-CEO Philipp Rickenbacher leitet heute die Zuger Investmentgesellschaft CV VC und fokussiert sich auf Blockchain-Technologien. Folgend das Wichtigste in Kürze.
Philipp Rickenbacher war viele Jahre eine bekannte Figur im Schweizer Bankwesen. Als CEO der Privatbank Julius Bär führte er eines der traditionsreichsten Finanzhäuser des Landes. Doch heute beschäftigt ihn ein ganz anderes Thema: Blockchain. Seit 2025 ist er Präsident der Zuger Investmentgesellschaft CV VC und investiert gezielt in junge Unternehmen aus dem Blockchain und Web3 Bereich.
Für viele Menschen ist Blockchain noch immer gleichbedeutend mit Bitcoin oder Kryptowährungen. Doch genau dieses Bild möchte Rickenbacher korrigieren. Aus seiner Sicht steckt hinter der Technologie viel mehr, u. a. weil die Datenbank nicht von einer einzigen Organisation kontrolliert wird, sondern auf viele Computer verteilt ist. Dadurch wird es besonders transparent und schwer zu manipulieren.
Rickenbacher glaubt, dass sich die Technologie gerade an einem wichtigen Wendepunkt befindet. Neue Technologien werden erst dann wirklich relevant, wenn sie im Alltag ankommen und von Unternehmen und Institutionen genutzt werden. Genau das beginne jetzt bei der Blockchain zu passieren.
Mit CV VC verfolgt er deshalb eine andere Strategie als viele Investoren in der Kryptoszene. Während manche nur auf kurzfristige Token Gewinne setzen, investiert CV VC vor allem in echte Unternehmen mit langfristigen Geschäftsmodellen. Es geht also weniger um schnelle Spekulation, sondern um Firmen, die Produkte entwickeln, Arbeitsplätze schaffen und nachhaltigen Wert generieren.
Dabei setzt das Unternehmen auf drei Schwerpunkte:
Erstens klassische Venture Capital Investitionen in Blockchain Startups.
Zweitens sogenannte Accelerator Programme, die jungen Firmen beim Wachstum helfen.
Und drittens der Aufbau eines internationalen Netzwerks zwischen Investoren, Regulatoren, Universitäten und Technologieunternehmen.
Spannend ist auch der Blick auf die Schweiz. Obwohl das sogenannte Crypto Valley in Zug lange als weltweit führender Standort galt, sieht Rickenbacher eine gewisse Gefahr. Andere Regionen wie die USA oder die Vereinigten Arabischen Emirate schaffen derzeit sehr innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für neue Technologien. Wenn die Schweiz hier nicht aktiv bleibt, könnten zukünftige Startups ihre Standorte vermehrt im Ausland wählen.
Gleichzeitig betont er, dass die Schweiz weiterhin eine starke Basis hat. Mit klaren Regeln für Blockchain Unternehmen und mehreren regulierten Kryptobanken gehört das Land noch immer zu den wichtigsten Zentren der Branche.
Seine zentrale Botschaft ist einfach: Der grosse Durchbruch der Blockchain steht vermutlich erst am Anfang. Ähnlich wie Cloud Technologien oder das Internet könnte sie langfristig zu einer grundlegenden digitalen Infrastruktur werden, die im Hintergrund vieler Anwendungen läuft ohne dass wir sie im Alltag überhaupt bemerken.