2025 Highlights

Zum Jahresbeginn lohnt sich ein kurzer Blick zurück auf jene Entwicklungen im Web3 Umfeld, die 2025 besonders prägend waren. Der Bankless Autor William Peaster hat dafür seine persönlichen Highlights aus zwölf Artikeln zusammengestellt. Wir stellen dir die wichtigsten (und leichtverständlichsten) Punkte vor.

Metaverse

Ein zentrales Thema war der Abschied von spekulativen Grundstücksfallen des Metaversum-Zyklus von 2021. Das Beispiel Hyperfy zeigt das sehr deutlich. Hyperfy ist eine Metaverse-Plattform, mit der jeder auf einfache Weise reichhaltige, immersive virtuelle Welten erstellen kann, auf die von jedem Webbrowser auf jedem Gerät, einschliesslich VR, zugegriffen werden kann. Statt virtuelle Grundstücke rar und teuer zu machen, setzt Hyperfy auf offene, praktisch unbegrenzte digitale Räume. Der Gedanke dahinter ist einfach: Virtuelle Welten sollen Orte für Kreativität und Ausdruck sein, nicht primär Anlageobjekte. Das ist ein klarer Bruch mit dem Metaverse Boom von 2021 und ein Hinweis darauf, wie zukünftige digitale Räume gestaltet werden könnten.

Kunst

Auch Kunst spielte 2025 eine wichtige Rolle. Die Idee einer permanenten Onchain Kunstsammlung auf Ethereum verdeutlicht, dass Blockchains mehr sein können als Handelsplätze. Hier geht es um Kunstwerke, die direkt auf der Blockchain existieren und diese selbst als Medium nutzen. Damit entsteht eine neue Form von kulturellem Gedächtnis, das nicht von einzelnen Plattformen abhängig ist.

Besonders spannend war zudem, wie Tokens kreativ eingesetzt wurden. Projekte wie PXL DEX von Kim Asendorf verbanden NFTs mit klassischen Token und machten Kunst zu etwas, das sich durch kollektive Teilnahme verändert. PXL DEX funktioniert wie ein Aquarium: Das NFT ist das Glas, und die PXL Tokens sind das Wasser bzw. die Partikel, die es füllen. Beim Mint bekommst du das NFT und gleichzeitig PXL Tokens, wobei standardmässig 50’000 Tokens das „Aquarium“ füllen und die Animation starten. Je mehr PXL Tokens drin sind, desto dichter und lebendiger wird das Kunstwerk – und du kannst später jederzeit Tokens einzahlen oder abheben, um die Optik zu verändern. Das Besondere: Alles (Visuals, Metadaten, Animation) ist komplett onchain auf Ethereum gespeichert, ohne externe Server.

Literatur

Onchain-Tools lassen sich auch für Bücher nutzen lassen. Nicht nur zum Verkaufen, sondern für den ganzen Veröffentlichungsprozess. Ein onchain Buch-Release funktioniert wie eine kleine, dezentrale Verlagsmaschine: Du sicherst dein Manuskript zuerst in einem dezentralen Dokument (als Backup ausserhalb von Google Docs), baust dir dann eine Web3-Präsenz mit einer Adresse wie mybook.eth und informierst deine Community über onchain Publishing und Social-Kanäle. Danach kannst du das Buch entweder digital als NFT veröffentlichen oder physische Exemplare verkaufen und dabei direkt Krypto-Zahlungen akzeptieren. Damit die Einnahmen sauber und sicher verwaltet sind, landen sie idealerweise in einer Multisig-Wallet, damit nicht ein einzelner Zugang alles kontrolliert.

Sammelkarten

Pokémon-Karten können durch Tokenisierung plötzlich wie digitale Assets funktionieren: Sie werden 24/7 weltweit handelbar, mit transparenter Herkunft und schnellen Weiterverkäufen. Marktführer ist Courtyard (Polygon), das echte Karten im Tresor lagert und sie als physisch gedeckte NFTs handelbar macht – inklusive Einlösung, wenn du sie dir schicken lassen willst. Auf Solana wachsen Plattformen wie Collector Crypt (mit Gacha-Mechaniken und eigenem Token $CARDS) sowie Phygitals und Emporium, die mit Pack- und Vending-Machine-Erlebnissen schnelle Trades und „Random Pulls“ ermöglichen.

Quelle: Bankless, William M. Peaster: „The Best of Metaversal 2025“, diverse Artikel 2025

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