Selbstverwahrung oder Bank – wie sicher sind deine Kryptos?

Dieser Beitrag wurde im HSLU Blog zum CAS Blockchain entdeckt und greift eine der zentralen Fragen im Umgang mit Kryptowährungen auf: Wie sollten digitale Vermögenswerte aufbewahrt werden. Selbst oder über eine Bank?

Kryptowährungen ermöglichen erstmals eine vollständige Selbstverwahrung (Self Custody). Dabei werden die sogenannten Private Keys eigenständig kontrolliert. Diese fungieren als Zugang zu einer Wallet und damit zu den Vermögenswerten. Der grösste Vorteil liegt in der Unabhängigkeit: Transaktionen können jederzeit ohne Intermediär durchgeführt werden.

Gleichzeitig entsteht eine neue Form der Verantwortung. Geht der Private Key verloren, besteht keine Möglichkeit zur Wiederherstellung. Auch Sicherheitsrisiken wie Phishing oder Bedienfehler können zu unwiderruflichen Verlusten führen.

Im Gegensatz dazu steht die Verwahrung durch Banken oder spezialisierte Anbieter. Diese übernehmen die sichere Aufbewahrung der Schlüssel mithilfe professioneller Infrastruktur. Für Anleger bedeutet dies mehr Stabilität im Alltag sowie Unterstützung bei regulatorischen Themen, Steuerfragen und Vermögensübersichten.

Ein besonders relevanter Aspekt ist die Nachlassplanung. Während bei institutionellen Lösungen klare Prozesse bestehen, kann Self Custody ohne Vorbereitung dazu führen, dass Vermögenswerte für Erben unzugänglich bleiben.

Welche Lösung geeignet ist, hängt stark vom individuellen Profil ab. Self Custody spricht eher technisch versierte Nutzer an, die Wert auf Kontrolle legen. Banklösungen eignen sich insbesondere für grössere Vermögen und ein strukturiertes Risikomanagement.

In der Praxis etabliert sich zunehmend ein hybrider Ansatz, bei dem beide Modelle kombiniert werden.

Quelle: https://blog.hslu.ch/informatik-wb/2026/02/08/digitale-vermoegenswerte-selbstverwahrung-oder-bankloesung/

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