Strategie
Digitale Schweiz

Swiss Health Data Space (SwissHDS)

Strategie Digitale Schweiz

E-ID, Cybersicherheit, digitale Behördenleistungen, Gesundheitsdaten: In der Schweiz laufen viele Digitalprojekte gleichzeitig. Die Strategie Digitale Schweiz zeigt, wie sie in ein gemeinsames Bild passen. Sie legt die Richtung für die Bundesverwaltung fest und dient Kantonen, Unternehmen und weiteren Organisationen als Orientierung.

Das Ziel ist einfach: Digitale Angebote sollen den Menschen nützen, sicher sein und für alle zugänglich bleiben.

Wie ist die Strategie aufgebaut?

Die Strategie hat fünf langfristige Bereiche:

  1. Bildung und Kompetenzen: Menschen sollen digitale Angebote nutzen und neue Technologien kritisch beurteilen können.

  2. Sicherheit und Vertrauen: Wer sich digital bewegt, soll dies sicher tun können. Dazu gehört der Schutz der Privatsphäre.

  3. Rahmenbedingungen: Klare Regeln sollen Orientierung für digitale Angebote schaffen.

  4. Infrastruktur: Die Schweiz braucht verlässliche technische Grundlagen, auf denen digitale Dienste funktionieren.

  5. Digitale Behördenleistungen: Behördengänge sollen möglichst einfach und barrierefrei auch online möglich sein.

Diese Bereiche bleiben über mehrere Jahre bestehen. Zusätzlich bestimmt der Bundesrat jedes Jahr zwei bis drei Fokusthemen. 2026 sind das digitale Souveränität, die Rolle der Schweiz als digitaler Gaststaat und die Einführung der E-ID.

Was wird konkret gemacht?

Die Strategie allein baut noch keine digitalen Dienste. Dafür gibt es einen Aktionsplan mit konkreten Massnahmen. Eine Massnahme kann ein Gesetzesvorhaben, ein Programm oder ein einzelnes Projekt sein. Beispiele sind Arbeiten an der E-ID, an sicherer digitaler Infrastruktur und an der Digitalisierung von Behördenleistungen.

Auch DigiSanté ist im Aktionsplan aufgeführt. Das Programm gehört zum Bereich Infrastruktur und befasst sich mit einer Frage, die im Gesundheitswesen besonders wichtig ist: Wie können unterschiedliche IT-Systeme Gesundheitsdaten sicher austauschen und richtig verstehen?

DigiSanté: Was bedeutet das für das Gesundheitswesen?

Heute landen wichtige Informationen noch oft in PDFs, E-Mails oder Systemen, die nicht miteinander sprechen. Gesundheitsfachpersonen müssen Daten deshalb mehrfach erfassen oder von Hand übertragen.

DigiSanté arbeitet an gemeinsamen Datenstandards und technischen Grundlagen. Ein Austrittsbericht aus dem Spital soll beispielsweise so übermittelt werden können, dass die Hausarztpraxis die Informationen im eigenen System weiterverwenden kann. Zum Programm gehören auch Projekte für den sicheren Datenaustausch, digitale Behördenprozesse und die Nutzung von Daten für Forschung und Planung unter klaren Regeln.

Die einfache Einordnung: Die Strategie Digitale Schweiz beschreibt die Richtung. Der Aktionsplan zeigt die konkreten Vorhaben. DigiSanté setzt einen Teil davon im Gesundheitswesen um.

Stand: September 2026. Der Bund hat DigiSanté wegen Sparvorgaben neu priorisiert; Umfang und Zeitplan einzelner Projekte können sich ändern.